200 Jahre Gustav WernerbruderhausDIAKONIE - Teil haben. Teil sein.

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Teilhabe

Hilfen für psychisch Erkrankte und Menschen mit Behinderung

Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BruderhausDiakonie informierten über Teilhabe und Inklusion in der Region Alb/Donau-Ulm.

Im Austausch: Gäste, Vorstand und Leitung.

Willkommen sein

Wohnen, mobile Dienste, Beschäftigungsmöglichkeiten, die BruderhausDiakonie Alb-Donau/Ulm bietet Menschen mit psychischer Erkrankung sowie Menschen mit geistiger Behinderung umfassende Unterstützungsleistungen.
Bei einem Rundgang am 13. Oktober an den Standorten Ehingen und Langenau erläuterte der Vorstand der BruderhausDiakonie Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kirche die fachspezifischen Angebote, die stationäre wie ambulante Hilfen umfassen. Josef Barabeisch, Sozialdezernent im Landratsamt des Alb-Donau-Kreises, interessierte, wie sich die auch vom Landkreis finanzierte Eingliederungshilfe entwickelt hat.
„Wir wollen den Menschen eine Form von Zu-Hause-Sein bieten, ihnen Teilhabe ermöglichen“, erklärte Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender, den rund 25 Gästen. Dabei stehe die BruderhausDiakonie in ökumenischer Partnerschaft.

Angebote sind mitten in der Gemeinde

An drei Standorten ermöglicht die BruderhausDiakonie im Kreis Wohnen für Menschen mit psychischer Erkrankung sowie für Menschen mit geistiger Behinderung  –  in kleinen Einheiten mitten in der Gemeinde. Die Wohnplätze richten sich auch an  Menschen mit hohem Hilfebedarf. Die Bewohnerinnen und Bewohner der aktuell 56 stationären Plätze kommen überwiegend aus dem Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm. Die Nachfrage ist hoch.
Gudrun Reuther, Leiterin der Angebote in der Region, machte deutlich, wie rasch und niederschwellig Menschen Hilfe erhalten können. Dank eines freiwilligen Zuschusses des Landkreises, seien die Tagesstätten an den Standorten Ehingen und Langenau täglich geöffnet. „Wir bieten auch ein Mittagessen an“, machte sie aufmerksam. 
Ein besonderer Service in der Psychiatrischen Institutsambulanz in Ehingen sei, dass dort auch rasch ein Facharzt beraten könne. „Wir schauen individuell, welche Hilfen oder welches Angebot eine Person benötigt: das können Hilfen bei der Hauswirtschaft oder beim Einkaufen sein oder auch Angebote, um einer Arbeit oder Beschäftigung nachzugehen.“

Selbständig leben, Unterstützung erhalten

Für Menschen, die zuhause Hilfe benötigen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen des Ambulant Betreuten Wohnens mobil in der Region Alb-Donau/Ulm unterwegs – in Gemeinden und Dörfern bis an die Landkreisgrenzen. Derzeit versorgen die Teams rund 130 Personen in ihrer eigenen Wohnung. Darüber hinaus bieten die Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes im Alb-Donau-Kreis mehr als 300 Personen jährlich Beratungsleistungen an. 
Damit eine umfassende Versorgung von Menschen mit Beeinträchtigung gelingen kann, hat die BruderhausDiakonie in den vergangenen beiden Jahrzehnten Kooperationen mit anderen Trägern der Eingliederungshilfe und eine enge Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Psychiatrie in Ehingen aufgebaut. So arbeiten im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in Ehingen Mitarbeiter sieben verschiedener Träger zusammen, um Hilfesuchenden ein umfassendes und abgestimmtes Angebot für die Bereiche Behandlung, Beratung, Wohnen und Arbeit zu machen.

Das Café LIFE ist inklusiver Treffpunkt

„In der BruderhausDiakonie sollen Menschen mit Einschränkungen ganz selbstverständlich Teil haben, ebenso Teil sein in der Gemeinde, in der sie leben“, erklärte Gudrun Reuther den Gästen beim Eintreten in ein Haus aus dem 16. Jahrhundert im Herzen von Ehingen. „Hier ist das Café LIFE.“ Der Ort im Mehrgenerationenhaus versteht sich als Treffpunkt für Menschen mit und ohne Handicap, ebenso bietet das Café Beschäftigungsmöglichkeiten auch für Menschen mit Behinderung. Reuther erläuterte, dass sich Projekte dieser Art ausschließlich mit Fördergeldern und Spenden realisieren lassen. Weitere Unterstützung sei willkommen.

Foto: Christina Kirsch

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