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Heißgetränke gratis

Kostenloser Kaffee für Menschen mit wenig Geld

Das Café Nikolai, ein Gemeinschaftsprojekt der Werkstätten der BruderhausDiakonie und der Citykirche, beteiligt sich am Projekt „Suspended Coffee“ – als erste Einrichtung in Reutlingen.

Markus Serif gehört zum Team im Café Nikolai.

Kostenlos einen Kaffee bekommen, den man sich sonst nicht leisten könnte: Das geht seit dem 9. Juni im Café Nikolai in der Reutlinger Innenstadt. Das Café, ein Gemeinschaftsprojekt der Werkstätten der BruderhausDiakonie und der ökumenischen Citykirche, beteiligt sich als erste Einrichtung in Reutlingen am Projekt „Suspended Coffee“.

Leere Tasse gegen Heißgetränk tauschen

Das Prinzip des Projektes ist einfach: Ein Gast zahlt nicht nur seinen eigenen Kaffee, sondern gleich noch eine weitere Tasse, die „aufgeschoben“ wird. Ein anderer Gast erhält dann später auf Nachfrage umsonst den gespendeten Kaffee. Im Café Nikolai können sich Menschen mit wenig Geld seit dieser Woche an der Kuchentheke eine besondere Tasse auswählen und diese gegen ein Heißgetränk tauschen. So genießen sie einen Kaffee oder Cappuccino, ohne dafür zahlen zu müssen.

Projekt ermöglicht Integration

Der Impuls für das Projekt, das schon in anderen deutschen Städten Fuß gefasst hat, kam von Sabine Drecoll, evangelische Pfarrerin in der Citykirche. Gemeinsam mit der BruderhausDiakonie wollten sie und ihre Kollegin Ulrike Neher-Dietz, katholische Pastoralreferentin, „ein Stück Integration“ ermöglichen.
So betont Stephan Fritz, Abteilungsleiter bei den Werkstätten der BruderhausDiakonie: „Als diakonische Einrichtung ist es unsere Aufgabe, allen Menschen Teilhabe zu ermöglichen – wir leben Integration.“ Ebenso bekräftigen Sabine Drecoll und Ulrike Neher-Dietz: „‚Suspended Coffee‘ ist ein Zeichen, dass wir Menschen hier willkommen heißen, die in einer schwierigen finanziellen Situation sind. Und es ist schön zu zeigen, wie einfach Nächstenliebe ist.“

Erste Spenden schon vor dem offiziellen Start

Wie sehr die Reutlinger dieses bislang einmalige Projekt in ihrer Stadt unterstützen, hat sich bereits in den letzten Wochen gezeigt: Noch vor dem offiziellen Startschuss wurden die ersten „aufgeschobenen“ Tassen Kaffee und Cappuccino gespendet, berichtet Benjamin Müller, Mitarbeiter im Café Nikolai. „Es freut uns“, so Stephan Fritz, „dass es in der Stadt Menschen gibt, die ein offenes Herz für ihren Nächsten haben.“

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