drucken

Demokratiezentrum

Schülerinnen und Schüler engagieren sich für Demokratie

Jugendliche haben sich in Göppingen zu Vielfaltcoaches ausbilden lassen und setzen sich an ihren Schulen für Menschenrechte und Vielfalt ein.

Das Demokratiezentrums-Team fördert Vielfalt.

Respekt stärken

25 Jugendliche aus den siebten und achten Klassen verschiedener Schulen aus den Landkreisen Göppingen und Esslingen berichteten am 6. Februar bei einer Veranstaltung in der evangelisch-methodistischen Kirche in Göppingen über ihre praktischen Erfahrungen als Mentorinnen und Mentoren. Sie gehören zu den ersten Schülerinnen und Schülern, die in Baden-Württemberg zum Vielfaltcoach ausgebildet worden sind. Die Schulung hatte 2018 an vier Tagen im regionalen Demokratiezentrum Göppingen stattgefunden, das die BruderhausDiakonie als Träger betreibt. „Die Jugendlichen wollen sich starkmachen für eine lebendige Demokratie und andere Jugendliche anregen, ebenfalls für Respekt und Menschenrechte einzustehen“, erläuterte Doris Lidl, Schulsozialarbeiterin der BruderhausDiakonie und beim Demokratiezentrum Göppingen für die Schulung zuständig.

Impulse geben

Die Schülerinnen und Schüler präsentierten mit Powerpoints und Plakaten ihre ersten praktischen Erfahrungen. Als Mentorinnen und Mentoren hatten sie bisher meist jüngere Schüler aus den fünften und sechsten Klassen informiert und Spiele und Übungen angeleitet, die Impulse geben, sich mit Vorurteilen und Ungerechtigkeiten auseinanderzusetzen. „Ich finde es gut, dass wir viel über wichtige Themen erfahren, über die wir uns noch keine großen Gedanken gemacht haben“, erzählte Schüler Mia. „Wir leben ja zum Beispiel in einer Demokratie und trotzdem hat nicht jeder die gleichen Chancen. Dagegen müssen wir was tun.“

Schüler motivieren

Mias Gruppe berichtete, dass das Rollenspiel zur Ungleichheit in der Gesellschaft bei den Schülern in der fünften Klasse gut angekommen sei. Dabei gehe es darum, dass jeder Spieler eine andere Rolle übernimmt: zum Beispiel Student aus wohlhabender Familie, Geflüchteter oder Mensch mit Behinderung. Je nachdem, ob eine Person im Spiel eine Frage bejahen kann, also sich beispielsweise einen Kinobesuch leisten kann oder eine Wohnung und Arbeit findet, darf sie einen Schritt vorwärtsgehen. „Manche Gruppen wie Flüchtlinge mussten weit hinten bleiben, das haben viele als ungerecht empfunden“, so die Jugendlichen.

Teilnehmende Schulen an der Ausbildung zum Vielfaltcoach am Demokratiezentrum Göppingen sind das Freihof-Gymnasium in Göppingen, die Hermann-Hesse-Realschule in Göppingen, die Friedrich-Schiller-Gemeinschaftsschule in Eislingen, die Silcherschule in Eislingen (Grund- und Werkrealschule) sowie das Gymnasium Plochingen.

Das Programm Vielfaltcoach ist von der Jugendstiftung Baden-Württemberg als Koordinator des Demokratiezentrums Baden-Württemberg entwickelt worden. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg acht regionale Demokratiezentren mit unterschiedlichen Trägern. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Foto: Susanne Rytina / BruderhausDiakonie

« zurück zur Übersicht

Nachrichten

Berufe raten im Seniorenzentrum

16 Ingenieure der Daimler AG engagierten sich einen Tag lang für ältere Menschen in der...

mehr »

Tausendste Besucherin kommt aus Gomaringen

Am letzten März-Sonntag schauten sich Pia Müller und ihr Ehemann die Ausstellung zur...

mehr »

Auch Reutlingens zukünftiger OB Thomas Keck ist dabei

Politiker aus Kreistag, Gemeinderat und Landtag sowie Bürgermeister engagierten sich am...

mehr »

Das Wandern mit dem Lernen verbinden

Auf den Spuren von Gustav Werner wanderten Schüler, Vertreter der BruderhausDiakonie sowie der...

mehr »

Das Quartierszentrum Bezner machte neugierig

Zahlreiche Besucher kamen ins neue Mühlenviertel nach Ravensburg und ließen sich von den Angeboten...

mehr »

Neue Kita bietet Platz für 45 Kinder

Die BruderhausDiakonie betreibt in Stuttgart-Schönberg eine dreigruppige Kindertagesstätte....

mehr »