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Werkstatt-Krimi

Erster Reutlinger Krimi in einfacher Sprache

Beschäftigte der BruderhausDiakonie haben ihren eigenen Krimi vorgestellt. Rund hundert Gäste kamen zur Premierenlesung in die Nikolaikirche.

Beschäftigte stellen "Die Schlüsselfrage" vor.

Rund einhundert Zuschauer folgen der Lesung in der Nikolaikirche.

Die Autoren-Gruppe (v. l.): Patricia Püsche, Günter Eisele, Christian Rodemeister, Krimi-Workshop-Leiter Michael Kibler, Brigitte Edelmann und Claudia Steinbrenner

Gerhard Droste, Leitung BruderhausDiakonie-Werkstätten, begrüßt die Gäste.

Autogrammstunde nach der Lesung

Beschäftigte stellen "Die Schlüsselfrage" vor.

Beschäftigte lesen aus ihrem Krimi

Seine Bücher hat Autor Michael Kibler immer allein geschrieben. Deshalb ist der Reutlinger Krimi auch für den erfahrenen Krimischreiber eine Premiere. „Die Schlüsselfrage“ entstand gemeinsam mit Werkstattbeschäftigten der BruderhausDiakonie. Am Donnerstag. 7. April, stellten sie das Buch in einfacher Sprache in der voll besetzten Nikolaikirche vor. Rund hundert Gäste lauschten gespannt, wie die Menschen mit Behinderung ausgewählte Stellen aus dem Buch vorlasen. Der Krimi handelt von einem Einbruch, der Reutlingens Geschäftswelt aufschreckt. Ohne komplizierte Wörter ließ „Die Schlüsselfrage“ Bilder und Gefühle in den Köpfen der Zuhörer in der Nikolaikirche entstehen. Die Gäste dankten es mit reichlich Applaus.

Gemeinsam einen Krimi schreiben

Wie aus einer Idee der fertige Krimi wurde, berichteten die Beschäftigten selbst. In einem Bildungsangebot für Werkstattbeschäftigte entstand die Idee zum ersten Reutlinger Krimi in einfacher Sprache. Aus dem gemeinsamen Krimi-Lesen bildete sich im Sommer 2015 die Autoren-Gruppe. In einem dreitägigen Workshop entwickelten die Teilnehmer mit Autor Michael Kibler Personen, Orte, Motive und Handlung. Danach machte sich Kibler an die Arbeit und legte der Krimi-Gruppe die Texte vor. Die Beschäftigten prüften jede Seite auf Verständlichkeit. Der Krimi in einfacher Sprache ist gedacht für Erwachsene mit Lernschwierigkeiten. Für diese Zielgruppe gibt es bisher nur eine begrenzte Auswahl an spannenden Büchern. „Die Schlüsselfrage“ ist auch geeignet für Leseanfänger, Migranten und Flüchtlinge, die Deutsch lernen.

Nominiert für den "exzellent"-Bildungspreis

Nach der Lesung richteten die Gäste ihre Fragen an die Krimi-Gruppe. Im Gespräch verriet Anita Gauß, Koordinatorin der Bildungsangebote der Werkstätten, dass die Krimi-Gruppe von einer Hörbuchfassung träumt. Dies sei besonders nützlich für Menschen mit einer Sehbehinderung.

Als nächstes kommt aber erst einmal die Werkstätten-Messe in Nürnberg. Dort wird am 14. April der „exzellent“-Bildungspreis verliehen. Das Reutlinger Krimi-Projekt ist dafür nominiert. Mit dem Preis zeichnet die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen moderne, innovationsfreudige Konzepte aus, die Werkstätten entwickeln.

Bestellung und weitere Informationen zum Projekt: www.krimi.bruderhausdiakonie.de

 

Fotos: BruderhausDiakonie

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