200 Jahre Gustav WernerbruderhausDIAKONIE - Teil haben. Teil sein.

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Stiftungsgründung

Förderstiftung unterstützt Inklusion

Eine Stiftung für Menschen mit Behinderung hat die BruderhausDiakonie am 20. Oktober gegründet. Dem Gründungsakt voraus ging eine Wanderung mit Grundschulkindern.

Teilhabe stiften ist das Ziel der Förderstiftung.

Vorstandsmitglied: Landes-Behindertenbeauftragter Gerd Weimer.

Schulklassen und Gäste wandern zum Abschluss des Jubiläums 175 Jahre Gustav Werner in Reutlingen auf dem Gustav-Werner-Weg.

Alle Etappen des Gustav-Werner-Wegs von Walddorfhäslach nach Reutlingen sind barrierefrei.

Kinder und Gäste absolvierten die knapp sechs Kilometer lange Etappe von Reutlingen-Betzingen zum Gaisbühl in Begleitung von Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie.

Die Förderstiftung für Menschen mit Behinderung unterstützt Inklusion: Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie.

Botschafter der Förderstiftung: Historiker und Autor Gerhard Raff.

Honorierten den Humor von Gerhard Raff: die Gäste des Gründungsakts.

Die BruderhausDiakonie ist beim Thema Inklusion Partner des Landkreises: Sozialdezernent Andreas Bauer, Landkreis Reutlingen.

Der Vorstand der Förderstiftung für Menschen mit Behinderung: Gerd Weimer, Landes-Behindertenbeauftrager, Ursel Riehle, Architektin, Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie.

Macht eine Ausbildung in der Wilhelm-Maybach-Schule mit Praxiserfahrung in der Altenhilfe: Sandra Mack erläuterte ihren Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Hand in Hand für mehr Teilhabe: Der Vorstand der Förderstiftung für Menschen mit Behinderung sowie Beschäftigte der BruderhausDiakonie formten den Stiftungs-Laib.

Begehrt: Die Werke des Botschafters der Förderstiftung - Gerhard Raff. Der Autor spendete den Verkaufserlös der neuen Förderstiftung.

Teilhabe stiften ist das Ziel der Förderstiftung.

Zwar dauerte es länger als vorgesehen, bis sich jeder der rund 60 Grundschüler an den Kontrollstellen seinen roten, grünen oder blauen Stempel abgeholt hatte. Dennoch kamen die Erst- und Zweitklässler der Reutlinger Hohbuchschule und der Oberlinschule mit nur geringer Verspätung am Hofgut Gaisbühl an. An ihrer Seite marschierten Stadträte, Mitarbeiter/innen sowie Klientinnen und Klienten der BruderhausDiakonie, ehrenamtliche Helfer und interessierte Bürger auf der letzten Etappe des Gustav-Werner-Wanderwegs. Ziel der Wandergruppe war die Kreativwerkstatt der BruderhausDiakonie auf dem Hofgut Gaisbühl.

Es geht um umfassende Teilhabe

Dort ging der Gründungsakt der Förderstiftung für Menschen mit Behinderung über die Bühne. „Ich weiß, dass die BruderhausDiakonie Inklusion zu leben versucht und auch tatsächlich lebt“, versicherte Landes-Behindertenbeauftragter Gerd Weimer in seinem Grußwort. „Die BruderhausDiakonie macht genau das, was die UN-Behindertenrechtskonvention will.“ Weimer ist im Vorstand der neuen Stiftung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die umfassende Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu fördern. Deshalb unterstützt sie unter anderem innovative Inklusionsprojekte der BruderhausDiakonie sowie die Beratung von Kommunen auf dem Weg zur inklusiven Gemeinde.

Ein wichtiger Impulsgeber

Die Stiftung werde nicht die Welt bewegen, aber vielleicht ein wichtiger Impulsgeber sein, betonte Lothar Bauer, Vorstandvorsitzender der BruderhausDiakonie und kraft Amtes auch im Vorstand der Förderstiftung. Es gehe darum, dass Menschen mit Behinderung nicht nur örtlich in den Städten und Gemeinden ankommen, sondern dort im Alltag, in den Vereinen und Kirchengemeinden dazugehörten.

Ein starker Partner für Spender und Zustifter

Dass die BruderhausDiakonie ein guter und starker Partner auf diesem Weg sei, betonte mit Blick auf mögliche Zustifter und Spender der Reutlinger Sozialdezernent Andreas Bauer.

Ein Beispiel dafür, was großzügiges Spenden heißt, gab der Historiker und Autor Gerhard Raff. „Von Kindesbeinen an bin ich zum Herschenken erzogen worden“, sagte der vor allem als Mundartautor bekannte Schriftsteller, der die Erlöse seiner Bücher stets für soziale und kulturelle Projekte zur Verfügung stellt. Er versteht sich als Botschafter der neugegründeten Förderstiftung.

Ein Anfang ist gemacht

Wohin die Bemühungen um Inklusion führen können, ließen die Berichte dreier Beschäftigter der BruderhausDiakonie-Werkstätten über ihren Berufsweg erahnen: Die drei jungen Frauen sind auf dem Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt – mit einer Ausbildung zur Alltagsbegleiterin, als Fremdenführerin oder als Hilfskraft im Kindergarten. Alle drei haben gute Aussichten, in absehbarer Zeit eine sozialversicherungspflichtige Anstellung außerhalb der Werkstätten zu bekommen. Unterstützt werden sie auf diesem Weg von Jobcoaches der Werkstätten.

Die Grundschulkinder vergnügten sich während der Reden mit den Tieren auf dem Hofgut Gaisbühl – beaufsichtigt von Menschen mit Behinderung, die in auf dem Hofgut Gaisbühl im Gemüse- und Obstbau arbeiten und Esel, Schafe, Alpakas, Hühner und Gänse versorgen.

Fotos: A. Weise/ Factum

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