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Landwirtschaftsminister auf dem Gaisbühl

Alexander Bonde besuchte das Bioland-Hofgut

Klienten der BruderhausDiakonie erläuterten Alexander Bonde, Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, die Landwirtschaft auf dem Reutlinger Bioland-Hofgut Gaisbühl.

Der Minister war einer Einladung des Landtagsabgeordneten Thomas Poreski gefolgt. Der sozialpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag begleitete den Rundgang am 25. Januar, ebenso Michael Hagel vom Bündnis ´90/Die Grünen, Kreisverband Reutlingen. Die Führung der Gruppe hatten Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie und Markus Kopp, verantwortlich für die Vermarktung der Bioland-Produkte.

Hier arbeiten Menschen mit Handicap

Hauptthema war die Sozialwirtschaft der BruderhausDiakonie. Die Stiftung vermarktet auf dem Gaisbühl regionale Bioland-Produkte und hat dafür auf dem gesamten Hof 64 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung geschaffen. Viele von ihnen arbeiten im Gemüse- und Obstbau. "Das hier ist Kresse", beschrieb Florian Hochgräf das satte Grün in Kisten dem Minister und erläuterte gleich im Anschluss noch den Salatanbau. Ideal sei, so Lothar Bauer, dass man mit diesem Konzept Teilhabe von Menschen mit Handicap ermögliche und das Ganze im Einklang mit der Natur.

Hofeigene Biolandbäckerei und Mosterei

Bonde zeigte sich beeindruckt von der hofeigenen Bäckerei, die unter anderem aus Mitteln des Landes finanziert wurde. "Ich backe hier", erklärte Frank Gutekunst dem Politiker, der bei der nächsten Station erfuhr, dass die Beschäftigten in der Mosterei bis zu 30 000 Liter Saft pro Jahr produzieren. "Alles kommt aus der Region, hundert Prozent biologisch angebaut", so Arbeitserzieher Markus Kopp.

Großaufträge für Kunden

"Was schätzen Sie, Herr Minister, wie viele Karotten wir hier pro Jahr von Hand waschen?", fragte Kopp an der Karottenschleuder. Der Minister musste passen. – Acht Tonnen verarbeiten die Beschäftigten jährlich, so Kopp. "Auftragsarbeiten erfüllen wir auch", ergänzte er und zeigte auf die 400 Packungen Apfelchips für die Diakonie Stetten im Remstal.
 
Der Minister lobte die regionale und ökologische Ausrichtung des Hofes, insbesondere, dass auf die Kilometer der Transportwege geachtet werde. Produkte aus dem hiesigen Anbau gehen direkt an die Käufer. Zum Abschluss warf er einen Blick auf Esel, Pferde, Schafe und in den Hofladen, in dem Menschen mit und ohne Handicap zusammentreffen.

Kindergeburtstage und Tierführungen

Rund 500 Kunden pro Woche zählt der Hofladen, in dem 13 Klienten bedienen. Auch bei Tierführungen, Kindergeburtstagen und Besuchen von Kindergärten begegnen sich auf dem Gaisbühl Menschen mit und ohne Handicap: gelebte Inklusion, mitten in der Stadt.
 

Bioland-Hofladen geöffnet Di, Fr 13.30-17.30 Uhr

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