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BruderhausDiakonie-Jahresfest

Ein Fest der Kulturen mit der Band „Die Wüstenblumen“

Rap auf Arabisch, Gesang in Englisch, die Musiker aus dem Irak, dem Iran, Algerien, Italien, Syrien und Deutschland: Die Band „Die Wüstenblumen“ begeisterten das Jahresfest-Publikum.

Impressionen vom Jahresfest der BruderhausDiakonie 2015.

Hießen die Gäste beim Jahresfest 2015 willkommen: Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie und Robert Hahn, Verwaltungsbürgermeister Stadt Reutlingen.

Der Gottesdienst zum Jahresfest der BruderhausDiakonie war Treffpunkt auch für Gäste aus Politik, Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft.

Dekan Marcus Keinath, Reutlingen, predigte zum Thema „Wir sind füreinander da! Gemeinsam soziale Verantwortung leben“.

Auftritt des Chors der evangelischen Kreuzkirchengemeinde, Reutlingen.

Auch der Reutlinger Posaunenchor begleitete den Gottesdienst.

Fürbitten lasen Pfarrerin Astrid Gilch-Messerer, Pfarrer Lothar Bauer, Daniel Steeb, Pfarrer Martin Enz und Rainer Single, Kaufmännischer Vorstand der BruderhausDiakonie. (von links)

Die Schriftlesung machte Prof. Martin Beck, Stiftungsratsvorsitzender der BruderhausDiakonie.

Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe der BruderhausDiakonie erläuterten ihre Talente und den schwäbischen Erfindergeist.

Applaus für den Auftritt der Theatergruppe.

Die hohe Schule der Clownerie genossen große und kleine Besucher des Jahresfestes.

Die Band Squeezed unterhielt mit populärer Popmusik.

Das Café auf dem Biolandhof Gaisbühl bot Ruhe und Erholung.

Auf der Suche nach seltenen Versteinerungen: Kinder und Eltern klopften Steine.

Andere waren sportlich aktiv.

Eine Gesprächsrunde informierte über „Chancen für Integration“. Als Expertinnen: Cäcilia Lutz, Leiterin Oberlin-Jugendhilfe, Susanna Schagerl, Leiterin Geschäftsfeld Jugendhilfe, Anja Hennig, Bandmanagerin „Die Wüstenblumen“.

Musik als Heimat und Chance zur Integration: „Die Wüstenblumen“ begeisterten mit ihrem Auftritt – Musiker aus acht Nationen, zu Hause in sieben Sprachen.

Rappte auf Arabisch: MC Manar, jüngstes Mitglied der Band „Die Wüstenblumen“.

Die Gäste verfolgten interessiert die Gesprächsrunde, in der zwei Bandmitglieder über ihre Flucht und ihr jetziges Leben in Baden-Württemberg berichteten.

Auftritt der Beatstomper, ein Rhythmus- und Performanceprojekt für Jugendliche.

Viele jüngere Besucher stellten ihren Mut beim Kistenstapeln auf die Probe.

Auf dem Verkaufsmarkt gab es Regionales und Internationales aus Werkstätten zu erwerben.

Die Capoeira-Gruppe der BruderhausDiakonie zeigte brasilianische Tanz-Kampf-Kunst.

Die „Dancing Shoes Reutlingen“ überzeugten mit ihrer Choreografie in Cheerleading.

Impressionen vom Jahresfest der BruderhausDiakonie 2015.

Rapper MC Manar eroberte die Herzen des Publikums

Seit zwei Monaten ist der 14-jährige Rapper MC Manar in Deutschland und ist bereits einer der Stars der Band „Die Wüstenblumen“, ein Integrationsprojekt des Fachdienstes Jugend, Bildung, Migration der BruderhausDiakonie. Davor liegt seine Flucht von Syrien nach Ägypten, zwölf Tage mit einem Boot voller Menschen übers Meer. Hunger und ständiger Durst quälten ihn, er war froh, als er lebend an Land und später in Deutschland ankam.
Auf Bahnhöfen hatte er auf seiner Reise begonnen zu rappen, die Aufnahme in die Band „Die Wüstenblumen“ in Kirchheim/ Teck bedeutete, endlich am Ziel anzukommen – musikalisch wie auch innerlich – und einen Platz zum Leben zu haben.

Das Publikum informierte sich über Chancen für Integration

In der Gesprächsrunde zum Thema „Chancen für Integration“ stellte Wüstenblumen-Sänger Elyan Eshaq, 20 Jahre alt, auf der Jahresfest-Bühne dem Publikum die Bandmitglieder vor: acht Nationalitäten, er aus dem Irak – Menschen, die in sieben Sprachen sprechen und eine gemeinsame gefunden haben: die Musik. Bandmanagerin Anja Hennig berichtete, wie der Fachdienst Jugend, Bildung, Migration der BruderhausDiakonie in Kooperation mit Partnern aus dem Landkreis Esslingen vor zwei Jahren die Gründung des Bandprojekts ermöglicht hatte. „Es ist ein Projekt, das von Spenden lebt und zugleich ein Erfolgsmodell“, erklärte Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie den Gästen. 25 Auftritte im vergangenen Jahr, zahlreiche Anfragen für 2015. Vor der Bandgründung waren die meisten von ihnen einfach einzelne Flüchtlinge gewesen, die in der Beratungsstelle Chai der BruderhausDiakonie in Kirchheim unter Teck Unterstützung gesucht hatten. Hier entstand die Anregung zum Bandprojekt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Chai beraten bleibeberechtigte Flüchtlinge in Alltagsfragen, vermitteln Freizeitangebote und Sprachkurse, und sie geben Hilfen für Bewerbungen für Ausbildungs- und Arbeitsplätze, fasste Ingrid Gunzenhauser die Arbeit zusammen. Sie verantwortet als Leiterin des Fachdienstes Jugend, Bildung, Migration der BruderhausDiakonie die Arbeit der Beratungsstelle. Das jüngste Projekt von Chai sei ein Cateringservice, in dem Frauen verschiedener Nationalitäten ganz selbstständig mit ihren multikulturellen Kochtalenten Geld verdienten.

Das Team der Oberlin-Jugendhilfe unterstützt junge unbegleitete Flüchtlinge

Von der Arbeit mit jungen unbegleiteten Flüchtlingen berichtete Cäcilia Lutz, Leiterin der Oberlin-Jugendhilfe. Neun junge Menschen, die ohne Eltern nach Deutschland gekommen seien, betreue man aktuell in der BruderhausDiakonie in Reutlingen, erzählte sie dem Publikum. Nach der Ankunft der jungen Menschen sei das Wichtigste: „Zur Ruhe kommen und sich erholen können.“ „Dann aber schauen wir schon rasch, welche Schule die Kinder und Jugendlichen besuchen können.“ Auch auf traumatisierte Flüchtlingskinder sei man vorbereitet, viele Mitarbeiter der Oberlin-Jugendhilfe seien in Traumapädagogik geschult. Zudem arbeite man eng mit Experten aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie zusammen. Was immer bleibe, sei das Heimweh nach den Eltern, den Verwandten und dem Heimatland.

Susanna Schagerl, Leiterin des Geschäftsfelds Jugendhilfe der BruderhausDiakonie, schloss die Gesprächsrunde mit der Bitte an Sänger Elyan Eshaq, den Namen „Die Wüstenblumen“ auf Arabisch zu sprechen. Zwei Worte sind es auf Arabisch, lernte das Publikum und bedankte sich bei der Band mit starkem Applaus für die Musik.

Fotos: A. Weise/ Factum

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