200 Jahre Gustav WernerbruderhausDIAKONIE - Teil haben. Teil sein.

drucken

Demografischer Wandel

Landtagspräsident besucht BruderhausDiakonie

CDU-Parteimitglieder aus Landtag, Kreistag, Reutlinger Stadtfraktion und Junger Union informierten sich über neueste Entwicklungen in der Altenhilfe.

CDU-Vertreter besuchten Angebote für Senioren.

Landtagspräsident Klenk (Mitte), BruderhausDiakonie-Vorstand Braun (rechts) tauschten sich mit Bewohnern des Gustav-Werner-Stifts über technische Hilfen für Senioren aus.

Klenk im Gespräch mit Hausleiterin Susanne Higi-Hodja.

Barbara Steiner, Geschäftsfeldleitung Altenhilfe, zeigte auch technische Hilfsmittel in der Pflege, wie den Bad-Lift im Bild.

Die CDU-Vertreter informierten sich auch über stationäre und ambulante Angebote für Senioren mit Behinderung.

CDU-Vertreter besuchten Angebote für Senioren.

Horst Heinrich lebt seit zwei Jahren im Gustav-Werner-Stift der BruderhausDiakonie. Viel hat der rüstige Rentner schon erlebt, nicht jedoch einen Landtagspräsidenten samt Parteigenossen in seinem Wohnzimmer. Die Delegation, die am Donnerstag vergangener Woche der BruderhausDiakonie einen Besuch abstattete, interessierte sich für altersgerechtes Wohnen für Menschen mit und ohne Handicap. Und für technische Sicherheitssysteme, die die BruderhausDiakonie mit verschiedenen Partnern wie dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung entwickelt hat. Technik mit einem Ziel: Senioren wie Horst Heinrich die Chance zu bieten, länger selbstständig zu wohnen. „Was ist das beste an Ihrer Technik, Herr Heinrich?“, fragte Landtagspräsident Wilfried Klenk. „Ist 'ne gute Sache. Ist für mich einhundertfünfzig Prozent Sicherheit“, lautete die prompte Antwort. Sicherheit zu haben, sei ein wichtiges Gut, ergänzte Günter Braun, Fachlicher Vorstand der BruderhausDiakonie, der die Gäste samt Mitarbeitern aus der Alten- und Behindertenhilfe beim Informationsrundgang durch das Gustav-Werner-Stift begleitete.

Im Notfall holt die Technik Hilfe

Rentner Heinrich teste für die BruderhausDiakonie drei Notrufsysteme, erklärte Barbara Steiner, Leiterin des Geschäftsfelds Altenhilfe und verantwortlich für altersgerechte Konzepte und Unterstützung. So erkennen die technischen Helfer zum Beispiel Stürze, können Hilfe alarmieren oder Angehörigen signalisieren: der gewohnte Tagesablauf findet statt. Bei der Erprobung dieser Technik arbeite die BruderhausDiakonie auch mit dem Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe und dem Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf zusammen. Letzteres entwickle intelligente Textilien, zum Beispiel mit automatischer Pulsmessung.

Gemeinschaftlich leben im Alter

Von den Wohnungen des Bereichs ‚Sicher wohnen mit Service‘ ging es in die Hausgemeinschaften. Spontan etwas kochen, gemeinsam spielen oder Musik machen, ist im Hausgemeinschaftsmodell – orientiert am Alltag einer Familie – möglich. Mitarbeiter der Altenhilfe unterstützen die Bewohner, die alle ein Einzelzimmer haben.„Was ist die ideale Gruppengröße?“, fragte der Landtagspräsident. „Für uns sind es zwölf“, erklärte Barbara Steiner. „Hier leben Menschen mit hohem Hilfebedarf.“ Die meisten benötigen eine umfassende Pflege, sollen sich in der überschaubaren Gruppe gut orientieren und zuhause fühlen können. „Haben Sie auch Zimmer für Ehepaare?“ „Ja, es gibt Zimmer mit gemeinsamen Flur und Bad“, erklärte Hausleitung Susanne Higi-Hodja.

Anerkennung von Landtagspräsident Klenk

Im Dachgeschoss des Hauses führte Bereichsleiter Reiner Steffan durch die Räume der Fachpflege für Senioren mit geistiger Behinderung. 18 Bewohner leben hier mit Blick über die Stadt, erhalten umfassende Betreuung und Pflege. Leider sei das Konzept von den Kostenträgern nicht ausfinanziert, machte Vorstand Braun deutlich. Bei der Zielgruppe gebe es einen spezifischen Bedarf im Bereich Behinderten- und Altenhilfe. Die BruderhausDiakonie führe das Angebot jedoch weiter, damit Menschen mit Behinderung auch im Alter gut versorgt seien. Mit tagesstrukturierenden Angeboten erleben sie einen kurzweiligen Alltag. Die Kreativ- und Beschäftigungsangebote sind auch für Menschen mit Handicap von außerhalb gedacht. „Wie viele kommen insgesamt pro Tag?“, fragte Klenk. „45 Personen betreuen wir aktuell“, so Steffan.

Philipp Schwaiger, Pressesprecher der CDU Reutlingen, bedankte sich bei Landtagspräsident Klenk, Vorstand Braun und den Mitarbeitern der BruderhausDiakonie für den umfassenden Informationsaustausch. Bei seinem Abschied zeigte sich der Landtagspräsident begeistert: „Ich konnte mich überzeugen, dass das Geld des Landes hier gut angelegt ist. Ich kann nur empfehlen, rauszugehen und das zu erleben. Respekt und Anerkennung für Ihre Arbeit.“

Fotos: A. Weise/ Factum

« zurück zur Übersicht