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Neubau der Behindertenhilfe

Neues Zuhause für Menschen mit Behinderungen

Die BruderhausDiakonie eröffnete ein neues Wohnhaus für Menschen mit autistischer Erkrankung sowie mit hohem Unterstützungsbedarf in der Reutlinger Oberlinstraße.

Mit der Schlüsselübergabe wurde die Wohnlage im Grünen eingeweiht.

Mit der Schlüsselübergabe wurde die Wohnlage im Grünen eingeweiht.

Architekt Gerd Rüdiger Panzer übergab am 23. Mai 2014 den symbolischen Schlüssel an Jens Weiblen, Bereichsleiter der Behindertenhilfe Neckar-Alb der BruderhausDiakonie, sowie an den Heimbeirat. 24 Klientinnen und Klienten sind im barrierefreien Flachdach-Gebäude eingezogen, das nach eineinhalb Jahren Bauzeit fertig gestellt wurde. „Ziel ist, für alle Menschen ein Angebot zu machen, die Hilfebedarf haben – und zwar wohnortnah“, sagte Pfarrer Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie, bei der Eröffnung. 

Eine Herausforderung für die Planer wie für die Mitarbeitenden

Das neue Wohnhaus für Menschen mit schweren Behinderungen war eine Herausforderung an die BruderhausDiakonie-Mitarbeiter genauso wie an den Tübinger Architekten Gerd Rüdiger Panzer, der es geplant hat. Es verfügt über ein besonderes Alarmsystem, bruchsichere Türen und Fenster, die nicht ständig verschlossen, aber immer wieder geschlossen werden können, der Fußboden ist regenbogenfarbig, anregend und beruhigend gleichzeitig, Geschirr und Mobiliar sind "nicht kaputtmachbar", das Wohnzimmer hat eine gemütliche Sitzecke, Blick auf den Georgenberg inklusive und jedes Zimmer verfügt über eine kleine eingezäunte Einzelterrasse, wo die Bewohner im Sandkasten graben, Blumen pflanzen oder sich einen Stallhasen halten können.

Ein Haus für Menschen, die intensive Betreuung brauchen

"Eintrittskarte" für das ebenerdige Pavillonhaus ist nicht nur die Diagnose eines frühkindlichen Autismus, sondern der große Hilfebedarf, beispielsweise von Menschen, die ihre Ticks nicht kontrollieren können, und dadurch ebenso sich selbst wie andere gefährden. Außer einer Eins-zu-Eins-Betreuung brauchen sie eine absolut sichere Umgebung. "Ein inklusiver Baustein, baulich abgestimmt auf die Menschen, die eine Intensiv-Betreuung brauchen", sagte Pfarrer Lothar Bauer weiter.

Der Sozialdezernent des Landkreises Reutlingen, Andreas Bauer, betonte, das neue Angebot schließe eine wichtige Versorgungslücke im Kreis Reutlingen, Tübingen und Zollernalb. Das Land und der Kommunalverband für Jugend und Soziales förderten das rund 2,3 Millionen teure Bauprojekt mit knapp 900 000 Euro. Mehr als 200 000 Euro Spendengelder flossen in die Ausstattung der Räume.

 

Fotos: BruderhausDiakonie

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